Wertschöpfungsorientiertes Controlling

Das Themengebiet Controlling ist integraler Bestandteil der ABWL, entsprechend groß ist die Zahl der einschlägigen Lehrbücher. Deshalb zunächst und vor allem die Frage: Warum haben Sie dieses Controlling-Lehrbuch geschrieben?

Die deutschsprachige Controlling-Forschung und -Lehre zeichnen sich durch unterschiedliche konzeptionelle Sichtweisen zum Phänomen Controlling aus. In den bisherigen Lehrbüchern ist aus unserer Sicht eine gelegentlich fehlende Passung zwischen der jeweiligen Controlling-Konzeption und der praktischen Umsetzung des Controllings in Unternehmen zu verzeichnen. Da sich die wertschöpfungsorientierte Sichtweise aus unserer Sicht sowohl als theoretisch richtig als auch in der Praxis annahmefähig erwiesen hat, möchten wir nun mit einer eigenständigen Sichtweise in den Markt eintreten.

Wertschöpfungsorientiertes ControllingIm Zentrum steht also die Fokussierung auf die betriebliche Wertschöpfung, was heißt das konkret?

Zunächst ist die Wertschöpfung definiert als der Mehrwert, den eine Organisation durch einen produktiven Prozess den vorhandenen Vorleistungen hinzufügt. In diesem Kontext ist diese Größe jedoch nicht immer nur monetär messbar, zudem ist sie für alle Betriebe, also auch öffentliche Betriebe anwendbar. Wir haben uns in unserem Buch jedoch mehrheitlich auf erwerbswirtschaftliche Unternehmen konzentriert, in denen sich die Wertschöpfung nochmals durch Bedarfsdeckung, Entgelterzielung und Bedürfnisbefriedigung konkretisieren lässt. Sie ist also eine Erfolgsgröße, die den Zweck eines Unternehmens aufgreift und veranschaulicht. Durch die Konzentration des Controllings auf die Sicherstellung der Wertschöpfung und damit den langfristigen Bestand von Betrieben ergibt sich auch die eigenständige Problemstellung des Controllings.

Der Controller in der betrieblichen Praxis ist also längst mehr als ein Zahlen-Kontrolleur und -Berichterstatter?

Das Controlling als Funktion steht sicherlich noch immer mit der Größe Information in Beziehung, jedoch kommt es eher darauf an, wie mit Informationen gearbeitet wird. Hier kann das Controlling Hilfestellungen anbieten und somit im Unternehmen ein koordiniertes und wertschöpfungsorientiertes Handeln ermöglichen. Für den einzelnen Controller bedeutet dies eine Änderung des Rollenverständnisses – weg vom reinen Kontrolleur hin zum Berater oder Sparringspartner – aber auch eine Veränderung der Aufgaben und nicht zuletzt der vom Controller selbst nachzuweisenden Kompetenzen im fachlichen, persönlichen und praktischen Bereich.

ControllingkonzeptionEin Bild sagt mehr als tausend Worte – die Abbildung fasst die Grundüberzeugung zu diesem Controlling-Ansatz zusammen.

Das Buch „Wertschöpfungsorientiertes Controlling“ können Sie hier erwerben.

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Prof. Dr. Dr. habil. Wolfgang Becker

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Wolfgang Becker

Dr. Patrick Ulrich

Dr. Patrick Ulrich

Dr. Björn Baltzer ist Lehrbeauftragter am genannten Lehrstuhl und Controller bei einem Industrieunternehmen. © www.foto-glasow.de

Dr. Björn Baltzer

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Prof. Dr. Dr. habil. Wolfgang Becker lehrt Unternehmensführung und Controlling und leitet das Europäische Kompetenzzentrum für Mittelstandsforschung an der Universität Bamberg.
Dr. Björn Baltzer ist Lehrbeauftragter am genannten Lehrstuhl und Controller bei einem Industrieunternehmen.
Dr. Patrick Ulrich ist Akademischer Rat am genannten Lehrstuhl.

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