Psychosomatik

Neurobiologisch fundiert und evidenzbasiert

Ein Lehr- und Handbuch

Portrait von Ulrich Egle
Ulrich T. Egle

Unser neues Herausgeberwerk umfasst den gegenwärtigen Wissensstand des wissen­schaftlich vergleichsweise noch jungen Fachgebiets der Psychosomatik. Dieses hat in den letzten 15 Jahren einen enormen Zuwachs an wissenschaftlichen Erkennt­nissen durch Grundlagen- und translationale ebenso wie durch anwendungs­orientierte Forschung­sergebnisse erzielt, der fast schon einem Paradigmenwechsel entspricht. Dies führte auch zu einer weitreichenden wissenschaft­lichen Fundierung des bio-psycho-sozialen Krankheits­verständnisses, das vor ca. 40 Jahren vom amerikanischen Internisten, Psychiater und Psychoanalytiker G. L. Engel als theoretisches Modell geschaffen wurde und von den vier Herausgebern gleich am Anfang des Buchs einer kritischen Überprüfung unterzogen wird.

Portrait von Christine Heim
Christine Heim

Nach einem historischen Überblick zur Entwicklung der Psychosomatik folgen 19 Beiträge, in denen die Erkenntnisse der Grundlagen­forschung aus unterschiedlichen Perspektiven differenziert und kritisch aufgearbeitet werden. Es schließen sich 50 Kapitel zu Krankheitsbildern bzw. -gruppen in fast allen medizinischen Fachgebieten an, bei denen jeweils eine Übersicht zum aktuellen Stand bio-psycho-sozialer Zusammenhänge in der Ätio­patho­genese vorangestellt ist, bevor dann in der Art eines strukturierten Lehrbuchs das entsprechende Krankheits­bild abgehandelt wird (von Definition und Epidemiologie … bis Therapie und Prognose).

Portrait von Bernhard Strauss
Bernhard Strauß

Es folgen vier Kapitel zur Diagnostik sowie 13 Kapitel zu relevanten und in ihrer Wirksamkeit überprüften Therapieansätzen im Rahmen eines bio-psycho-sozialen Verständnisses von Krankheit und Gesundheit. Je ein Beitrag gibt einen Überblick über die sehr differen­zierten psychosomatischen Versorgungs­strukturen in Deutschland sowie über den Stand und die Erfordernisse der in der gegenwärtigen Versor­gungs­realität weiterhin unter­bewerteten psycho­sozialen Prävention. Die letzten drei Kapitel befassen sich mit der sozial­medizini­schen Begutachtung, bei der eine bio-psycho-soziale Herangehens­weise heute als Standard gilt, ohne dass diese aktuell in der Praxis oft realisiert wird.

Portrait von Roland von Känel
Roland von Känel

Dies gilt auch für die Behandlung vieler Krankheits­bilder, wo immer noch empirisch wenig abgesicherte Therapieansätze verschiedener traditioneller Psychotherapie-Schulen verbreitet sind, die mit ihren reduktionis­tischen Krankheits­modellen von einem bio-psycho-sozialen Krankheits­verständnis weit entfernt sind.
Als Ergänzung ist online ein umfassendes Literatur­verzeichnis für jeden der Beiträge abrufbar.
Mit 93 Beiträgen von mehr als 150 national und international renommierten Autorinnen und Autoren möchte das vorliegende Hand- und Lehrbuch insbesondere der heran­wachsenden Generation eine wissenschaftliche Fundierung und Orientierungshilfe für eine „neue“ Psychosomatik im Bereich der gesamten psycho­sozialen Medizin an die Hand geben.

Christine Heim | Ulrich T. Egle | Bernhard Strauß | Roland von Känel

Neu!

Egle/Heim/Strauß/von Känel (Hrsg.)
Psychosomatik
Neurobiologisch fundiert und evidenzbasiert

Ein Lehr- und Handbuch

2020. 860 Seiten mit 113 Abb. und 70 Tab. Fester Einband
€ 149,–
ISBN 978-3-17-030663-9

Lesen Sie auch unser Interview mit dem Herausgeber Prof. Ulrich T. Egle!

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