Online-Seminar Insolvenz trifft auf Vollstreckung – Zwei Rechtsgebiete in einem Seminar vereint
Insolvenzrecht und Zwangsvollstreckungsrecht greifen in der Praxis eng ineinander: Vollstreckungsmaßnahmen stoßen an insolvenzrechtliche Grenzen, Forderungsanmeldungen bestimmen die weitere Beteiligung der Gläubiger am Verfahren. In diesem Online-Seminar werden Einzel- und Gesamtvollstreckung gemeinsam und praxisnah aufbereitet. Sie lernen die Grundlagen beider Rechtsgebiete kennen und erhalten einen klaren Überblick über ihre Verknüpfungspunkte – insbesondere, wie sich Insolvenzverfahren auf laufende und geplante Vollstreckungsmaßnahmen auswirken und wie Sie Ihre Forderungen dennoch bestmöglich realisieren können.

Der Referent:
Stefan Lissner, Diplom-Rechtspfleger AG Konstanz, stellvertretender Landesvorsitzender Bund Deutscher Rechtspfleger, Landesverband Baden-Württemberg e.V., Lehrbeauftragter an der Allensbach Hochschule Konstanz.
Seminarinhalte
- Grundlagen und Unterschiede der Vollstreckungsarten
- Unterschiede zwischen Einzel- und Gesamtvollstreckung
- Grundlagen der Zwangsvollstreckung
- Wirkungen der Insolvenzeröffnung auf bestehende Maßnahmen
- Rückschlagsperre
- Rückschlagsperre im Regelinsolvenzverfahren
- Rückschlagsperre im Verbraucherinsolvenzverfahren
- Forderungsanmeldung und Forderungsfeststellung
- Wie, wo und wann werden Forderungen angemeldet?
- Anmeldeattribute und praktische Anforderungen
- Bedeutung der Tabelle als Titel und Verhältnis zu kommunalen Titeln
- Das (Arbeits-)Einkommen des Schuldners in Insolvenz und Vollstreckung
- Berechnung des pfändbaren Einkommens
- Schutz des Schuldners und Gläubigerbelange
- Freigabe selbständiger Tätigkeit
- Zusammenrechnung mehrerer Einkommen
- (Nicht-)Berücksichtigung Unterhaltsberechtigter
- Erhöhung des unpfändbaren Betrags
- P-Konto und praktische Auswirkungen
- Grundsätze des Pfändungsschutzkontos
- Bedeutung für die Vollstreckung in der Insolvenz
- Insolvenz und Verwaltungsvollstreckung
- Gelten Besonderheiten für die Verwaltungsvollstreckung?
- Fragen der Zuständigkeit (Gericht oder Behörde): z.B. Rückschlagsperre, Vollstreckungsverbote
- Ersetzt die Insolvenztabelle die Selbsttitulierung der Vollstreckungsbehörde?
- Was geht vor: Insolvenzrecht oder Steuerrecht?
- Vollstreckungsprivilegien für Kommunen?
- Praxisfragen aus kommunaler Sicht
- Darf die Stadtkasse nach Insolvenzeröffnung noch pfänden?
- Kann eine vor Insolvenzeröffnung durchgeführte Pfändung vom Insolvenzverwalter angefochten werden?
- Folgen von Nachhaftung für die Vollstreckung
- Strategien zur bestmöglichen Realisierung kommunaler Forderungen in Insolvenz und Vollstreckung
- U.v.a.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende in Kommunalverwaltungen, Stadtkassen, Kämmereien, Vollstreckungsstellen, Ordnungsämtern sowie an Mitarbeitende in Rechtsabteilungen und im Forderungsmanagement, die regelmäßig mit Insolvenzverfahren und deren Auswirkungen auf die Vollstreckung befasst sind.
Seminartermin: Donnerstag,18. März 2027
Seminardauer: 13:00 bis ca. 16:00 Uhr
Teilnahmebetrag und Leistungen: EUR 198,00 pro Person (zzgl. gesetzl. MwSt.)
Im Betrag sind enthalten: Seminarteilnahme, Seminarunterlagen und Teilnahmebestätigung
Sie haben noch Beratungsbedarf? Unsere Fachberaterinnen/Fachberater im Außendienst und unser Vertriebsinnendienst stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Sie erreichen ihn unter 0711 7863-7355 (Telefon), 0711 7863-8400 (Telefax) oder dgv@kohlhammer.de.
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